Alle Beiträge aus der Kategorie „Projektmanagement“.

Kaum ein Werkzeug wird so oft verlangt und so selten gebraucht. „Wir brauchen einen Gantt" heisst meistens: „Ich will wissen, wann wir fertig sind."

Risikomanagement hat in kleinen Teams zu Recht einen schlechten Ruf: eine Tabelle mit vierzig Zeilen, einmal ausgefüllt und nie wieder geöffnet.

Irgendwann ruft niemand mehr an, das Board wird nicht mehr geöffnet, und ein halbes Jahr später weiss keiner, ob die offenen Punkte je erledigt wurden.

Die häufigste Antwort auf „wer macht das?" ist Schweigen — nicht aus Unwillen, sondern weil vier Leute annehmen, einer der anderen drei sei gemeint.

Ein Statusbericht, den niemand liest, ist teurer als gar keiner. Das Problem ist fast immer dasselbe: Er erzählt, was getan wurde, statt wo das Projekt steht.

In den meisten Plänen sind Meilensteine gleichmässig verteilte Fähnchen mit Namen wie „Phase 2 abgeschlossen" — und sagen genau nichts.

Projekte bleiben selten wegen Langsamkeit stehen, sondern wegen Wartezeit — und die steht meistens nirgends.

Ein Projektplan ist kein Gantt-Diagramm mit bunten Balken. Er ist eine Kette von sechs Entscheidungen — und die vierte ist die, an der die meisten scheitern.

Große Projekte scheitern nicht am Aufwand, sondern daran, dass niemand ihn kennt. Die WBS ist das Werkzeug, das den Aufwand sichtbar macht.
Aufgaben, Notizen, Canvas, Chat und Video — kostenlos starten.
Kostenlos starten